Shipping & Logistics

Alkagesta-CEO fordert Schifffahrtsbranche zum Handeln gegen explodierende Transportkosten auf

The Motorship hat einen exklusiven Meinungsbeitrag von Orkhan Rustamov, Chief Executive von Alkagesta, veröffentlicht. Darin argumentiert er, dass Rekordfracht- und Kanaltransitkosten kein unabänderliches Schicksal sind und Schifffahrt sowie Handel Agilität, Diversifizierung und Notfallplanung in ihre Lieferstrategie integrieren müssen.

Von Daniel Okoye, Shipping Correspondent6 Min. Lesezeit

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. English

Product tanker transiting a canal lock at dusk assisted by tugs
Canal and waterway bottlenecks pushed several shipping cost benchmarks to record highs in 2026.Credit: Base Oil Trade illustrationIllustrative image, generated for this article.

Das auf Malta ansässige globale Rohstoffhandelshaus Alkagesta wurde in *The Motorship* vorgestellt, das einen exklusiven Meinungsbeitrag von Chief Executive Orkhan Rustamov zu den Rekordtransportkosten veröffentlichte, die derzeit die weltweiten Schifffahrts- und Handelsmärkte belasten.

Die Argumentation ist unmissverständlich: Diejenigen, die für den weltweiten Transport lebenswichtiger Ressourcen verantwortlich sind, dürfen hohe Transportkosten nicht als unabänderliche Tatsache hinnehmen. Dem Beitrag zufolge haben mehrere bedeutende Preispunkte erstmals neue Rekorde gebrochen, seit der Rohstoffinformationsdienst Argus 2005 mit der Erfassung zentraler Preise im weltweiten Schifffahrtsnetzwerk begann.

Rekorde im gesamten Netzwerk

Zu den genannten Kosten gehört eine Gebühr von bis zu $2.5 million für die Durchfahrt beider Schleusen des Panama Canal sowie neue Höchststände bei den Tankschifffahrtsraten im Schwarzen Meer und für den Öltransport vom Golf nach Fernost. Dürren in ganz Europa haben zudem die Frachtkosten auf dem Rhein auf den höchsten Stand seit 14 Jahren getrieben – derselbe Druck auf die Binnenwasserstraßen, den der Händler in seinem Schweröl-Marktausblick für August 2026 beschrieben und in seinem Schweröl-Ausblick für September 2026 erneut aufgegriffen hat.

Zwei Faktoren stehen hinter einem Großteil dieser Entwicklung: der immer wieder aufflammende Konflikt um die Strait of Hormuz und die anhaltende Unsicherheit über die Stabilität einer der wichtigsten Handelsrouten der Welt sowie die zunehmend gravierenden Auswirkungen des sich verschärfenden Klimawandels. Alkagesta analysierte das frühe Stadium der Störung um Hormuz in seinem Schweröl-Marktausblick zur Hormuz-Blockade für Juli 2026 und bewertete die Wiedereröffnungsszenarien in einem Folgeausblick zu Hormuz und dem Ölmarkt.

Warum Hinnehmen ein Fehler wäre

Diese Kombination als vollendete Tatsache hinzunehmen, wäre aus Rustamovs Sicht ein fataler Fehler für die Branche. Keiner der beiden Faktoren wird sich in naher Zukunft ändern, und die Instabilität, die durch stetig steigende Preise ausgelöst wird, gilt als großes Risiko für Schifffahrt und Handel gleichermaßen. Sie zieht Untersuchungen und Maßnahmen von Regierungen und internationalen Institutionen nach sich, die unter Handlungsdruck stehen, und riskiert eine langfristige Schädigung des Rufs der Branche als Verwalter essenzieller Ressourcen.

Die Alternative besteht darin, dass die Branche selbst praktische Lösungen präsentiert, die sowohl im Hier und Jetzt als auch auf lange Sicht funktionieren.

Agilität ist das Gebot der Stunde

Der Beitrag argumentiert, dass Reedereien eng mit Händlern zusammenarbeiten müssen, um eine physische Handelsstrategie zu entwickeln, die sich rasch an plötzliche Ereignisse anpassen und darauf reagieren kann. Allzu oft werden Schiffe, Routenwahl und Fracht als getrennte Komponenten einer eng gefassten Beschaffungsstrategie behandelt. Alkagesta steuert Befrachtung und Reiseabwicklung über den eigenen Bereich Schifffahrt und Logistik sowie über eine eigene Schifffahrtsabteilung in Malta.

Die Vielfalt der Optionen – Bezugsquellen, Transportmittel und Routenauswahl – sollte für jeden Akteur eine Grundvoraussetzung und kein reines Nice-to-have sein. Genau hier macht die enge Zusammenarbeit mit Händlern den Unterschied: Händler verfügen über die Agilität, das Netzwerk und in vielen Fällen die globale Reichweite, um bei Volatilität und plötzlichen geopolitischen Verwerfungen schnell umzusteuern. Schnelles Handeln bestimmt ihr Tagesgeschäft. Das Unternehmen veröffentlicht seine eigene Einschätzung dieser Rahmenbedingungen in den Alkagesta Market Insights.

Szenarioplanung, bevor Probleme auftreten

Die Branche steht zudem in der Verantwortung, Szenarioplanung zu betreiben und Notfallpläne lange vor dem Eintreten von Störungen aufzustellen, da man sich auf kaum einen Teil der Lieferkette blind verlassen kann. Die Infrastruktur hinter Beschaffung, Raffination, Verteilung und Empfang kann jederzeit bedroht sein, wie die Ereignisse des Jahres 2026 gezeigt haben. Diese Denkweise spiegelt sich in den Beiträgen des Händlers zu geopolitischem Risiko und globaler Logistikstrategie sowie seinem Ansatz zum Risikomanagement wider, einschließlich Analysen zu Demurrage-Risiko und Hafenüberlastung.

Die praktischen Fragestellungen sind konkret: Was ist der Plan, wenn eine Raffinerie oder ein Hafen für einen Monat ausfällt? Können bei Bedarf Straßenfahrzeuge oder Pipelines einspringen? Eine Ausweichlösung muss nicht perfekt und oft auch nicht die kostengünstigste sein – sie muss lediglich tragfähig sein. Auch vertraglich gesicherte Tankkapazitäten spielen hier eine Rolle, wie die globalen Lageraktivitäten des Händlers verdeutlichen.

Mehr als nur der Tagespreis

Ein abschließender Punkt ist, dass sich die Branche zu sehr auf den aktuellen Spotpreis fixiert hat. Die Konzentration auf den unmittelbaren Preis handelbarer Güter wird Schifffahrtsunternehmen und Händlern langfristig keine starke Position sichern, auch wenn Medien, Makler, Lieferanten und Kunden verständlicherweise am stärksten auf die Marktbewegungen von heute und morgen reagieren. Wie schon 2022 war auch 2026 ein Weckruf, Zeit, Geld und Ressourcen in das Gesamtbild der Lieferkette zu investieren.

Mehr als ein halbes Jahr nach Beginn des Hormuz-Konflikts, so der Beitrag, sei genügend Zeit gewesen, um mit dem Aufbau einer langfristigen Strategie für widerstandsfähige, diversifizierte Liefernetzwerke und Notfallpläne zu beginnen – Maßnahmen, die verhindern könnten, dass die Preise bei künftigen Erschütterungen außer Kontrolle geraten. Eine ähnliche Argumentation zum strukturellen Wandel der Rohölpreisbildung hat Rustamov bereits im European Business Magazine sowie in City A.M. dargelegt.

Weitere Hintergründe zu den Märkten und Handelsdesks des Händlers finden sich unter Tätigkeitsfelder, Geschäftsmodell und Handelsaktivitäten.

Quelle & Quellenangabe

Basierend auf Berichten von The Motorship, published 17 Sept 2026, 10:20 UTC.

Original headline: “EXCLUSIVE: Shipping industry must act against spiralling costs”.

Originalquelle lesen

Retrieved 17 Sept 2026, 14:39 UTC.

Opinion piece by Orkhan Rustamov, chief executive of Alkagesta, published by The Motorship. Summarised here with attribution; all views are those of the author.

This summary was drafted with editorial automation from the cited source and checked against it before publication. See our AI & content policy.

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Über den Autor

Daniel Okoye

Shipping Correspondent

Daniel Okoye reports on tanker markets, chartering and bunker supply chains from West Africa, the Gulf and North West Europe.

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